Das
Wasserschloss im Aichacher Stadtteil Unterwittelsbach hat eine lange Vergangenheit.
Viele Jahre war das Jagdschloss, das einst Herzog Max in Bayern gehörte,
für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Sicherlich hätte
das auch kaum jemanden gestört, wenn der "Zither-Maxl" nicht eine
weltberühmte Tochter gehabt hätte, die im Jahre 1853 ins Rampenlicht
der Geschichte trat: Elisabeth, Kaiserin von Österreich, Königin von
Ungarn, die schönste Frau ihrer Zeit. Die "Burg" von Herzog Max
und seiner Familie ist nunmehr im Rahmen von Ausstellungen der Stadt Aichach und
der Regio Augsburg Tourismus GmbH zeitweise von innen zu besichtigen.
Ausstellung
2007: "Sisi
- Mythos Schönheit" und "Augsburg - Schatz und Schicksal einer
Stadt" ist der Titel einer Doppelausstellung 2007 im Schloss Unterwittelsbach,
die vom 11. Mai bis 4. November zu sehen ist.
Ausstellung 2006:
"Für immer Sissi: Romy Schneider, das Leben einer Legende" ist
der Titel der Sonderauststellung 2006 im Schloss Unterwittelsbach. Im Mittelpunkt
stehen die unvergesslichen Sissi-Filme mit Romy Schneider.
Ausstellung
2005: "Sisi - Leben im Schloss" war der Titel
der Sonderausstellung 2005 im Wasserschloss Unterwittelsbach bei Aichach in Bayern.
Gezeigt wurden Alltag, Geselligkeit und Wohnstil der Kaiserin Elisabeth sowie
der Habsburger und Wittelsbacher.
Ausstellung 2003: Mit mehr als
60 Einzelobjekten ist das Mayerling-Archiv einer der Hauptleihgeber der diesjährigen
Sisi-Ausstellung im bayerischen Schloss Unterwittelsbach bei Aichach, die am 29.
Mai eröffnet wird und bis zum 2. November 2003 dauert. Kurator Manfred Kosch:
"Die Ausstellung im Wasserschloss zeigt Reisen, Rast- und Ruhelosigkeit der
Kaiserin, die nach der Eheschließung mit Kaiser Franz Joseph I. keine wirkliche
Heimat mehr fand." Unter den Leihgaben des 1989 in Hattingen gegründeten
Archivs finden sich u.a. mehrere persönliche Gegenstände aus dem Besitz
von Elisabeths Sohn, Kronprinz Rudolf, der 1889 gemeinsam mit seiner minderjährigen
Geliebten im niederösterreichischen Mayerling unter mysteriösen Umständen
ums Leben kam. Die Ausstellung "Kaiserin Elisabeth: Stationen eines
ruhelosen Lebens" wird die beiden letzten Triebfedern im Leben der älteren
Kaiserin in den Vordergrund stellen: Todessehnsucht und Reiselust. In den 14 Räumen
des Schlosses werden zahlreiche bislang noch nie gezeigte Exponate zu sehen sein.
Elisabeth- und Habsburg-Experten Manfred Kosch, der bereits im Vorjahr eine Elisabeth-Ausstellung
für die Stadt Aichach konzipierte: "Die Zusammenarbeit mit Museen und
Privatpersonen im In- und Ausland ermöglicht uns, bisher unbekannte Einblicke
in das Leben der Kaiserin und Königin, der Gattin, Mutter und Frau zu geben."
Die Schwerpunkte der Ausstellung sind vielfältig: Die drei Töchter
der Kaiserin, der unter mysteriösen Umständen verstorbene Sohn, der
politische Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn als Elisabeths größter
politischer und privater Triumph, die Reitleidenschaft der "Kaiserin hinter
der Meute", die als Braut von Franz Joseph verschmähte Schwester Nene,
ihre Reise in den Tod und der Attentäter Luigi Luccheni sind nur einige Stationen
der aufwendigen Schau. Verschiedene Vorträge namhafter Referenten aus dem
In- und Ausland sowie eine festliche Schlossführung am Abend bilden das Rahmenprogramm.
Das Mayerling-Archiv als einer der Hauptleihgeber der Ausstellung beschäftigt
sich seit 1989 mit dem geheimnisvollen Tod des Erzherzog-Thronfolger Rudolf von
Österreich und seiner jungen Geliebten, Baroness Marie Alexandrine von Vetsera.
Mit mehr als 4.000 Medien zum österreichischen Erzhaus Habsburg ist das Mayerling-Archiv
derzeit das größte private Adelsarchiv in Deutschland und stellt bis
heute den einzigen seriösen Anlaufpunkt für Forscher und Interessierte
zum Thema Mayerling außerhalb Österreichs dar. Aus den Beständen
des Archivs sind in Aichach u.a. zu sehen: persönliche Gegenstände aus
dem Besitz von Elisabeths Sohn wie Kniestrümpfe, Taschentuch, Jagdmesser,
Briefpapier und ein Schreibtischaufsatz aus dem Sterbezimmer, aus dem Besitz von
Kaiser Franz Joseph u.a. ein Jagdbesteck und eine bronzene Jagdbüste sowie
einer der wenigen erhaltenen Briefe von Mary Vetsera, der Todesgefährtin
des Kronprinzen. Bildimpressionen
der Ausstellung 2003 |